Borderhopping

Eckard Koltermann (bar.sax & bassclarinet) – Achim Krämer (drums) – Benjamin Trawinsky (bass) – Stevko Busch (piano) – Paul van Kemenade (altosax).

 

Borderhopping ist 2005 als deutsch-niederländische Kooperation namhafter Jazzmusiker beider Länder entstanden, die auf beiden Seiten der Grenze Veranstalter und Publikum überrascht hat, u.a. beim moers-festival 2007, wo Borderhopping als Sextett mit Wolter Wierbos gastierte. Borderhopping kommt in der offeneren und beweglicheren Quintettbesetzung, die den Musikern mehr individuelle Freiheiten und spontanere Entscheidungen erlaubt. Gleichzeitig entsteht in dieser Formation mehr Raum für die kleineren Besetzungen, die die Musiker im Laufe der Zeit gebildet haben. Insbesondere das Quartett des Komponisten und Tieftonbläsers Eckard Koltermann sowie das Duo von Pianist Stevko Busch und Paul van Kemenade haben am aktuellen Programm einen größeren Anteil.

 

Das Ensemble zeichnet sich durch stilistische Bandbreite zwischen expressiver Kraft und zurückhaltender, fast kammermusikalischer Spielweise aus. Borderhopping bedeutet so nicht nur das spielerisch-grenzüberschreitende Moment zweier europäischer Jazztraditionen, in denen einige der Musiker seit etwa 30 Jahren nicht mehr wegzudenken sind. Es meint ebenso den Weg in eine Synthese aus der Interpretation moderner Instrumentalstücke und Improvisation zeitgenössischer europäischer Prägung. Die Kompositionen stammen fast ohne Ausnahme aus der Feder der Musiker, wobei den Werken von Eckard Koltermann, dem eine Synthese aus lyrischen Elementen und energetischem Modern Jazz gelingt, ein zentraler Stellenwert zukommt. Dreh- und Angelpunkt der Formation und ständiger Ideengeber ist Stevko Busch, dessen geschmackvoll-feinnerviges Pianospiel Koltermann und van Kemenade in der langjährigen gemeinsamen Arbeit mit der Amsterdamer “Contraband” zu schätzen lernten.